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bka – Jedes Jahr wieder zwischen Januar und Februar gibt es an einem Abend lange Gesichter bei der Gröbenzeller Handballjugend. Während Jung und Alt in Gröbenzell am Sportlerball Fasching feiern, hieß es auch dieses Jahr wieder für das Bayernligateam der mB zuhause bleiben und früh ins Bett um ausgeruht und fit für die meist Sonntag Mittag stattfindenden Spiele zu sein. Diese Disziplin hatte sich jedoch auf jeden Fall gelohnt: Nach einem toll anzusehenden, spannenden Spiel wurde der HC aus der Unistadt denkbar knapp mit 28:27 überwunden.
Das Spiel erfüllte alle Erwartungen, die an man an hochklassigen Jugendhandball stellt: Schnelles, flüssiges Angriffsspiel auf spielerisch hohem Niveau, technische und taktische Versiertheit, engagierte Abwehrarbeit und darüberhinaus Spannung und Kampf wurden den Zuschauern in der Wildmooshalle geboten. Bei den Franken war der im Hinspiel noch erkrankte Goalgetter Yannick Mai mit an Bord und stellte mit 8 Treffern die Abwehr auch immer wieder vor große Probleme, die Heimmannschaft musste dagegen die verletzungsbedingten Ausfälle von Tizian Maier und Michael Ries verkraften.
Nach einer kurzen etwas nervösen Phase fanden die Gastgeber gut ins Spiel und konnten mit schnellem und druckvollen Angriffsspiel die Deckung der Unistädter vor allem mit Auflösehandlungen immer wieder aushebeln. Technisch stark und spielfreudig hielten die Gäste dagegen, die erste Hälfte verlief so weitgehend ausgeglichen. Erst gegen Ende wurde der SC leicht feldüberlegen und konnte angetrieben durch den bärenstarken Yannick Engelmann, der als Vorbereiter wie als Vollstrecker glänzen konnte, und Spielmacher Markus Kauth, der geschickt auf der Mitte die Fäden zog, einen kleinen Rückstand von 9:10 zu einem 12:10 – Vorsprung drehen und den Abstand bis zur Pause halten (Stand 14:12).
Nach der Halbzeitpause ging das Spiel bis zum Stand von 18:16 unverändert weiter, dann jedoch begann die stärkste Phase der Gastmannschaft, die die bis dahin gut stehende Gröbenzeller Abwehr mehrmals durchbrachen, während gleichzeitig Sebastian Peschko im Tor des HC fünf Angriffe in Folge ohne Gegentor blieb. Gröbenzell schaltete in dieser Phase nicht schnell genug von Abwehr auf Angriff und konnte so nicht mit dem nötigen Tempo die Angriffe aufziehen, im Positionsangriff nahm man entweder wenig erfolgversprechende Würfe oder dem Abschluss fehlte insgesamt das Zwingende. Erlangen drehte so das Spiel auf 18:21 und das Heimpublikum fürchtete das Team von Trainer Karg bereits auf der Verliererstraße. Bauer, Auhuber und Co ließen sich jedoch nicht abschütteln, kamen über drei Treffer in Serie wieder in Schlagdistanz, zogen insgesamt wieder Tempo an und verteidigten auch wieder konzentrierter. Bis fünf Minuten vor Schluss beim Stand von 24:24 verlief das Spiel wieder absolut ausgeglichen, ehe Blau-Weiss-Schwarz wieder auf zwei Tore bis Ende der Partie davonziehen konnte. Florian Simnacher war am Kreis des öfteren nur siebenmeterreif zu stoppen, ein Steilangriff von Maxi Auhuber zum 27:25 besorgte die Entscheidung.
Neben dem notwendigen Glück, das sicherlich in der entscheidenden Phase auf Seiten der Heimmannschaft war, machten den kleinen Unterschied zweier spielerisch absolut ebenbürtiger Mannschaften die so wichtigen „einfachen“ Tore des SC aus, ob im Gegenstoß oder aus dem Rückraum gelangen immer wieder leichte Treffer, die Rückwärtsbewegung ließ gleichzeitig wenig zugunsten der Gäste zu, der HC musste so in der Regel seine Tore mit hohem Aufwand im Positionsangriff erarbeiten, insgesamt zeigten beide Teams aber absolut sehenswerten Handball.
Positiv lässt sich vermerken, dass mit Ausnahme weniger Minuten in der zweiten Halbzeit Laufbereitschaft in Abwehr wie Angriff, Spielfreude gepaart mit taktischer Disziplin und ganz allgemein der Auftritt des Teams mehr als zufriedenstellend waren, auch die Abgeklärtheit der Mannschaft verdient Erwähnung. Hierauf kann und muss die nächsten Wochen aufgebaut werden und zugleich die Schwächephasen abgestellt werden.
Für den SC spielten:
Wendler, Peschke (beide TW), Engert, Schalk, Bauer (2), Kellermann, Engelmann (15/5), Simnacher (1), Bornaz, Kauth (3), Auhuber (3), Huber (3)
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